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21.11.2019 - Besuch der Ausstellung „80 Jahre Kriegsbeginn in Hintermeilingen“ durch die Seniorinnen und Senioren.

von Stefan Dietl-Stokuca

Im Nachmittagsprogramm des Kinder- und Familienzentrums Mosaik Hintermeilingen besuchten die Senioren und Seniorinnen am Donnerstag, den 21.11.2019, im Dorfmuseum die Ausstellung des Hintermeilinger Geschichts- und Museumsvereins „80 Jahre Kriegsbeginn in Hintermeilingen“. Hierzu hatte der Hintermeilinger Geschichts- und Museumsverein eingeladen.

46 junge Soldaten fanden im 2. Weltkrieg den Tod oder werden vermisst.

An sie wurde erinnert und ihnen jeweils eine Seite in der Ausstellung mit Bild, Namen und Daten sowie dem jeweiligen Sterbe- oder Vermisstenort und dem Soldatenfriedhof gewidmet.

Elisabeth Gerz-Pagels hatte als Ergänzung zur Ausstellung eine Broschüre  die „Trauerenden Eltern“ mit Informationen zu den Skulpturen von Käthe Kollwitz und Erinnerungen sowie ihre Gedanken zu diesem Thema erstellt. Aus dieser Broschüre trug sie den Anwesenden ein einfühlsames eigenes Gedicht „Die trauernden Eltern“ vor.

Peter Gröschen führte durch die Ausstellung und zeigte auf einer Europakarte die Orte jeweiligen Sterbe- oder Vermisstenort auf.

Die Ausstellung berührte alles BesucherInnen sehr, zumal viele noch einige der gefallenen Soldaten von der Jugend her kannten und die Trauer der betroffenen Familien nachempfinden konnten. Gerlinde Gröschen
hatte Kaffee und Kuchen vorbereitet. Und so saßen alle gemeinsam am Tisch und blickten auf die Vergangenheit zurück mit der festen Erkenntnis und Hoffnung, dass nie wieder Krieg sein sollte, und dem Trost, dass die gefallenen und vermissten Soldaten in guter Erinnerung geblieben sind.

Etwas besonderes war es, als der Vater von Peter Gröschen ebenfalls noch dazu kam. Er selbst, Jahrgang 1928, musste als 16 jähriger noch in den Krieg ziehen und geriet im Februar 1945 in Gefangenschaft, aus der er Gott sei Dank lebend nach Hintermeilingen zurückkam.

 

Autorin Elisabeth Gerz-Pagels

 

 

 

 

  

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